Oliver Pracht

Findest Du es nicht auch faszinierend, wofür Menschen ihre Zeit investieren?

Zeitverschwendung:
Jeder von uns hat eine begrenzte Menge Zeit, Energie und Geld – Du musst für Dich selbst entscheiden, wie Du diese einsetzen möchtest. Wenn Du Dich entscheidest Deine Ressourcen dafür zu verschwenden andere schlecht zu reden, nur um Deine Interessen hervorzuheben, dann wirst Du schnell feststellen, dass Du so viel Zeit und Energie für Gerüchte und Lästereien verschwendest, dass Du kaum noch Zeit für Dich selbst hast.

Der durchschnittliche Mensch sitzt bereits täglich 4 Stunden vor dem Fernseher oder Computer – und verblödelt in der Regel seine wertvolle Lebenszeit (von ein paar wichtigen TV-Sendungen oder auch Dingen am Computer einmal abgesehen). Da fragt man sich doch – wo bleibt der Sinn?

Oder: Menschen fahren wild durch die Gegend, teilweise stundenlang, um ein paar Euros zu sparen, weil irgendwo die Butter, das Fleisch oder ein Kleidungsstück billiger als woanders ist. In der gleichen Zeit hätte der gleiche Mensch in die Frage investieren können, wie er das Fünf- oder Zehnfache von dem verdienen kann, was er (vielleicht) bei seinem Einkauf spart. Wenn er diese Energie in die Überlegung nach besseren Erfolgsstrategien investieren würde, könnte er später noch mehr Einkaufen…

Ich kenne etliche Menschen, darunter auch viele Selbstständige, die tatsächlichOliver Pracht einen Teil ihrer Zeit mit Straßekehren, Rasenmähen, Reparaturarbeiten, Getränkekisten einkaufen/schleppen, Autopflege, usw. verbringen. Glaubst Du, ich halte das für niedere, minderwertige Arbeit? Keinesfalls! Aber all diese Tätigkeiten werden in keinster Weise deren Einkommen erhöhen, deren Wohlstand und Erfolg mehren – geschweige denn ihre Motivation erhöhen.

Was ist Dir wichtiger?
Letztendlich ist die Frage doch ganz einfach: Lebst und handelst Du nach der Devise „Möglichst viele Kosten sparen“, oder nach der Devise „Wie kann ich mein Einkommen und meinen Wohlstand deutlich vermehren?“ 

Und Du weißt ja: Welche Fragen Du Deinem Gehirn auch immer stellst – es wird die entsprechenden, passenden Antworten auswerfen!

Jetzt werden einige Kritiker einwenden, dass ja auch zum Beispiel die Gebrüder Aldi mit Sparen zu Millionären wurden. Falsch! Die Gebrüder Aldi hatten ein Geschäftskonzept, möglichst günstige Artikel in ihren Discount-Läden anzubieten – und investierten all ihre Energie darauf, wie sie ihr Unternehmen wachsen und vergrößern konnten. Was sie motivierte und antrieb, war letztendlich nicht, in erster Linie, Kosten zu sparen – sondern ihre Aldi-Kette möglichst schnell größer werden zu lassen! Und ihr Erfolg ist bemerkenswert!

Deine Weiterbildung verschafft Dir langfristig mehr Zeit:
Oliver PrachtAm faszinierendsten finde ich es, wenn Menschen für alles Mögliche ihre Zeit investieren – nur nicht in ihre persönliche Weiterbildung. Erfolglose (und arme, meist demotivierte) Menschen glauben, dass Weiterbildung Zeitverschwendung ist – während erfolgreiche (und auch materiell reiche) Menschen eine Investition in ihr Wissen für am wichtigsten halten. Also steigere Deine Selbstmotivation, arbeite an Dir, erweitere Dein Wissen und Du wirst den Erfolg spüren! Und Erfolg verschafft Dir nachhaltig mehr Zeit.

Alle führenden amerikanischen Trainer und Coaches empfehlen immer die gleiche Formel: Investiere die gleiche Summe, die Du für Dein Auto ausgibst, in Deine persönliche Weiterbildung – und Du wirst Deinen Erfolg nicht verhindern können!

Aufdecken:
Entdecke und Vermeide die „zeitfressenden“ Aktivitäten in Deinem Tagesablauf: Entdecken: Finde heraus was Dich Zeit kostet, sei es die Raucher- oder Kaffeepause bis hin zum kurzen Surfen im Internet während der Arbeit! Vermeiden: Beginne damit diese „Zeitfresser“ aus Deinem Tagesablauf zu streichen.

Umdenken:
Oliver PrachtWir sollen weniger auf die Uhrzeit achten, sondern mehr auf die Stimmung: Das gelingt am besten mit der Frage: Bin ich bei der Arbeit gut im Flow oder quäle ich mich? Oder wir fragen uns: ist das Gespräch interessant oder belanglos? Natürlich ist es nicht immer einfach, nach dem Gefühl zu leben. Der Chef, das Kind oder der Partner können unerbittliche Zeitdiktatoren sein. Trotzdem ist es wichtig, sich den verlorenen Sinn für Zeitvielfalt zurückzuholen.

Holen wir uns den Sinn für die Zeitvielfalt zurück, und zwar so, dass die Beschäftigung damit nicht wieder so viel Zeit auffrisst. Günter Zienterra rät eine einfache Beobachtung und Wahrnehmung – und die Frage, welcher Chronotyp bin ich?

Morgenmensch oder Nachteule. Erbringe ich Leistungen eher „aus dem Stand heraus“ oder erst nach einiger Anlaufzeit, dafür aber ausdauernder? Mit welcher Geschwindigkeit bewege ich mich in verschiedenen Situationen? Wann ist es wichtiger, schnell zu sein, wann, sich auf etwas einzulassen? Welches Tempo täte mir jetzt gut? In welchem Rhythmus pulsiert meine Umwelt?

Die Chronotypen sind zum Teil biologisch, zum Teil durch Kultur, Erziehung und traditionelle Geschlechtsrollen bedingt. Männer sind meist „Sequenzialisten“: Sie wollen eins nach dem anderen machen. Frauen können besser verschiedene Dinge gleichzeitig am Laufen halten, sind eher „Simultaninnen“,  erklärt Günter Zienterra.

Unsere Zeitbedürfnisse:
Wenn wir uns und andere auf Zeitbedürfnisse hin beobachten, schärfen wir Oliver Prachtunseren Zeitsinn und befolgen nach einiger Zeit ohnehin diesen Tipp. Auch einen Schalter gibt es, den wir mühelos umlegen können – den Computer, das Handy oder den Fernseher. Kaum etwas entfremdet uns so sehr von unseren „Zeitbedürfnissen“ wie der übermäßige Gebrauch der elektronischen Medien.

Wer seine Tage komplett im Internet verbringt, fängt irgendwann an, von seinen Mitmenschen (und von sich selbst) das Mausklick-Tempo und den Allzeit-Bereit-Modus zu erwarten.

Wer sich vorübergehend an bestimmten Tagen oder zwei bestimmten Tageszeiten von SMS und e-Mail befreit, wird einen beachtlichen Zugewinn an zeitlichem Wohlbefinden erfahren.

Expertentipp:
„Wir haben nicht zu wenig Zeit, sondern zu viel zu tun, weil wir auf nichts verzichten wollen.“ Günter Zienterra meint: „Wer immer das ganze Leben will, ertrinkt unweigerlich in Hetze.“ Weniger ist mehr – auch diese Weisheit kommt im Kampf gegen die Zeitnot zu neuen Ehren.