Gesundheit ok

Die Absicht der Natur kann nichts anderes sein als Vollkommenheit des Lebens. Das sehen wir an der wirklichen Natur des Lebens selbst. Es ist die Natur des Lebens, sich ständig zu vollkommenerem Leben weiterzuentwickeln; Fortschritt ist das zwangsläufige Ergebnis des wirklichen Gesetzes des Lebens. Vermehrung auf allen Ebenen ist immer das Ergebnis des aktiven Lebens – was auch immer lebt, muß immer mehr leben.

Der Samen, der in der Kornkammer liegt, hat Leben, aber lebt nicht. Stecke ihn in den Boden, und er wird aktiv, indem er sofort beginnt, Teile von der umgebenden Substanz um sich herum anzusammeln, um eine Pflanzenform zu bilden. Er wird sich so vermehren, daß ein Fruchtstand erzeugt wird, der 30, 60 oder Hunderte von Samen enthält, die alle soviel Leben haben, wie der erste. Leben vermehrt sich auf allen Ebenen, indem es lebt.

Durch Multiplizieren von Formen geht Gott weiter, um mehr zu leben. Das Universum ist ein Großes sich Weiterentwickelndes Leben, und die Absicht der Natur ist Fortschritt des Lebens in Richtung Vollkommenheit und perfekter Funktion. Die Absicht der Natur ist vollkommene Gesundheit.

Das muß so sein, weil das, was in einer Person lebt, mehr Leben sucht. Gib einem kleinen Kind Bleistift und Papier, und es beginnt, simple Figuren zu zeichnen. Das, was in ihm lebt, versucht sich in der Kunst zu äußern. Gib ihm einen Baukasten, und er wird versuchen, etwas zu bauen. Das, was in ihm lebt, sucht Ausdruck in der Architektur. Setze ihn an ein Klavier, und er wird versuchen, Harmonie aus den Tasten zu holen. Das, was in ihm lebt, versucht sich in der Musik auszudrücken. Das, was in einer Person lebt, sucht immer danach, mehr zu leben, und da die Person am meisten lebt, wenn sie sich wohlfühlt, so kann das Prinzip der Natur nur Gesundheit in ihr suchen. Der natürliche Zustand eines Menschen ist ein Zustand vollkommener Gesundheit, und alles in ihm und in der Natur tendiert zur Gesundheit.

Krankheit wurde weder von Gott geschaffen noch bestimmt oder Gesundheitvon Gott gesandt. Das ist gänzlich ein Produkt des getrennten Bewußtseins, der individuellen Gedanken einer Person. Gott, die Formlose Substanz, sieht keine Krankheit, denkt nicht an Krankheit, kennt keine Krankheit oder erkennt keine Krankheit an. Krankheit wird nur durch das Denken der Menschheit anerkannt – Gott denkt nichts als Gesundheit.

Durch alles Vorhergehende sehen wir, daß Gesundheit eine Tatsache oder WAHRHEIT in der Ur-Substanz ist, von der wir alle erschaffen werden, und daß Krankheit unvollständige Funktion ist, die sich aus den unvollständigen Gedanken der Leute ergibt – in Vergangenheit und Gegenwart. Wenn die Gedanken einer Person, sich selbst betreffend, immer vollkommene Gesundheit gewesen wären, könnte eine Person nicht anderes als vollkommen gesund sein.

Tipp:
Indem er unvollkommen denkt, hat der Mensch Unvollkommenheit und pervertierte Funktionen verursacht, und indem er die absichtlichen Funktionen des Lebens auf pervertierte Weise ausübt, hat er die Verursachung der Krankheit unterstützt. Wenn eine Person nur Gedanken vollkommener Gesundheit hat, kann sie in sich selbst die Funktion vollkommener Gesundheit verursachen – alle Macht des Lebens bemüht sich, um sie zu unterstützen.

Aber die gesunden Funktionen werden sich nicht fort setzen, es sei denn, daß die Person die äußerlichen oder absichtlichen Funktionen des Lebens auf gesunde Weise ausführt. Der erste Schritt eines Menschen muß sein, zu lernen, wie man an vollkommene Gesundheit denkt und sein zweiter, wie man ißt, trinkt, atmet und auf vollkommen gesunde Weise schläft. Wenn er diese Schritte macht, wird er sich bestimmt wohlfühlen und es beibehalten.

Jeder von einer Person fortlaufend festgehaltene Gedanke neigt zur Etablierung der entsprechenden Bedingung in ihrem Körper. Außerdem hat der Mensch versäumt zu lernen, wie man die absichtlichen Funktionen seines Lebens auf eine gesunde Weise ausführt. Er weiß nicht, wann, was und wie wir essen sollten. Er weiß wenig über das Atmen und noch weniger über den Schlaf. Er macht all diese Dinge auf verkehrte Weise und unter falschen Bedingungen und nur deshalb, weil er es versäumt hat, dem einzig sicheren Führer zum Wissen des Lebens zu folgen. Er hat versucht, durch die Logik zu leben, aber nicht durch den Instinkt. Er hat das Leben zu einem Gegenstand der Kunst, und nicht zur Sache der Natur gemacht. Und es ist schief gegangen.

Tipp:
Die Gedanken an Krankheit produzieren die Formen der Krankheit. Der Gesundheit 3Mensch muß lernen, an Gesundheit zu denken, und da er Ur-Substanz ist, die die Form ihrer Gedanken annimmt, wird er zu dieser Art von Gesundheit werden und vollkommene Gesundheit in all seinen Funktionen manifestieren.

Alle Kranken, die durch was auch immer für ein System geheilt wurden, haben auf eine bestimmte Weise gedacht – und ein wenig Überprüfung wird uns zeigen, was diese Weise ist. Das Wesentliche dieser Weise ist Glaube und seine Persönliche Anwendung. Die Leute, die die Knochen des Heiligen berührten, glaubten, und ihr Glaube war so groß, daß sie in dem Moment, als sie die Reliquien berührten, sich von ALLEN GEISTIGEN BEZIEHUNGEN ZUR KRANKHEIT TRENNTEN UND SICH GEISTIG MIT DER GESUNDHEIT VEREINIGTEN.

Tipp:
Das, was wir selbst geistig tun, werden wir physisch, und womit wir uns geistig verbünden, mit dem werden wir physisch verbunden. Wenn dein Denken sich immer auf Krankheit bezieht, dann wird dein Denken eine unveränderliche Macht, die Krankheit in dir verursacht. Und wenn dein Denken sich immer auf Gesundheit bezieht, wird dein Denken eine unveränderliche Macht, die bemüht ist, dein Wohlbefinden zu bewahren.

Im Fall der Leute, die durch Arzneimittel geheilt werden, erhalten wir das Ergebnis auf gleiche Weise. Sie haben, bewußt oder unbewußt, genügend an die verwendeten Mittel geglaubt, um sich von den geistigen Beziehungen zur Krankheit zu trennen und in geistige Beziehung zur Gesundheit einzutreten. Glaube kann unbewußt sein. Es ist für uns möglich, einen unterbewußten oder tief eingewurzelten Glauben an Dinge wie Medizin zu haben, an die wir nie in diesem Ausmaß objektiv glauben, daß dieser unterbewußte Glaube ausreichend sein kann, um das Prinzip der Gesundheit zu konstruktiver Tätigkeit anzuregen.

Die beste Weise das zu tun, ist eine geistige Vorstellung oder ein Bild von sich selbst, im Wohlbefinden, mit einem vollkommen starken und gesunden Körper zu gestalten und genügend Zeit im Betrachten dieser Vorstellung zu verbringen, um sie zu seinem gewohnheitsmäßigen Denken zu machen. Das ist nicht so leicht, wie es klingt. Es erfordert eine beträchtliche Zeit für Meditation, und nicht alle Personen haben die Fähigkeit der Vorstellung gut genug entwickelt, um ein eindeutiges geistiges Bild von sich selbst in einem vollkommenen oder idealisierten Körper zu gestalten.

Es Gesundheit 4ist nicht notwendig oder erforderlich, ein klares geistiges Bild von dir selbst zu haben, wie du sein möchtest, es ist nur erforderlich, eine VORSTELLUNG der vollkommenen Gesundheit zu haben und sich damit zu verbinden. Diese Vorstellung der Gesundheit ist nicht ein geistiges Bild einer besonderen Sache. Es ist ein Verständnis der Gesundheit und trägt damit die Idee der vollkommenen Funktion in jeden Körperteil und jedes Organ.

Tipp:
Denke nie an die Art und Weise, wie schwache oder kränkliche Leute Dinge tun – denke immer nur an die Art, wie starke Leute es machen. Verwende deine Freizeit zum Denken an die Starke Art und Weise, bis du eine gute Vorstellung davon hast und immer an dich im Zusammenhang mit der Starken Art und Weise denkst, wenn es darum geht, Dinge zu tun.

Die Leber eines Menschen wird nicht von einem Leber-Prinzip, der Magen durch ein Verdauungs-Prinzip usw. kontrolliert. Das Prinzip der Gesundheit ist Eines. Je weniger du die Physiologie detailliert studierst, um so besser für dich. Unsere Kenntnisse dieser Wissenschaft sind sehr unvollständig und führen zu mangelhaftem Denken. Mangelhaftes Denken verursacht unvollkommene Funktion, was Krankheit ist.

Tipp:
Denke an Gesundheit und die Möglichkeiten der Gesundheit bei der Arbeit, die getan werden kann und das Vergnügen, das in einem Befinden vollkommener Gesundheit genossen werden kann. Dann mache diese Vorstellung zu deinem Leitfaden im Denken von dir selbst. Weigere dich, auch nur einen Moment auf einen Gedanken einzugehen, der nicht in Harmonie damit ist.

Wenn irgendeine Idee von Krankheit oder unvollständiger Funktion in deinen Geist eingeht, vertreibe sie sofort, indem du einen Gedanken aufrufst, der in Harmonie mit der Vorstellung der Gesundheit ist.

Die Macht der Natur in dir genügt, um alle angeborenen Eindrücke zu überwinden, und wenn du lernst, deine Gedanken zu kontrollieren, daß du nur an Gesundheit denkst, und wenn du die absichtlichen Funktionen des Lebens auf vollkommen gesunde Weise durch führst, kann es dir bestimmt wohl ergehen.

Tipp:
Du wirst weiter an Krankheit denken, wenn du nicht an Gesundheit glaubst. Wenn du keinen Vertrauen hast, wirst du zweifeln. Wenn du zweifelst, wirst du dich fürchten. Und wenn du dich fürchtest, wirst du dich in Beziehung zu allem bringen, was du fürchtest. Wenn du Krankheit fürchtest, wirst du in Verbindung mit Krankheit an dich denken, und das wird in dir selbst die Form und den Ablauf der Krankheit erzeugen.

Denke Gesundheit 5an die Tatsache, daß nur jene Gedanken, die mit Glauben erdacht werden, kreative Energie haben. Nur jene Gedanken, die Glauben in sich tragen, sind imstande, Funktionen zu ändern oder das Prinzip der Gesundheit zur Tätigkeit anzuregen. Wenn du nicht an Gesundheit glaubst, wirst du sicher an Krankheit glauben. Wenn du kein Vertrauen zur Gesundheit hast, wird es dir nichts nützen, an Gesundheit zu denken, weil deine Gedanken keine Kraft haben und keine Besserung in deinen Bedingungen verursachen werden.

Es ist nicht bloß der Besitz des Glaubens, sondern die persönliche Anwendung, die heilend wirkt. Am Anfang mußt du Anspruch auf Gesundheit erheben und eine Vorstellung von Gesundheit bilden und zwar so weit wie möglich, von dir selbst als vollkommen gesunde Person. Und dann mußt du mit Vertrauen die DURCHFÜHRUNG dieser Vorstellung beanspruchen.

Tipp:
Nimm geistig die Einstellung vom Wohlbefinden an und sage oder tue nicht irgend etwas, was dieser Einstellung widerspricht. Sprich nie ein Wort aus oder nimm eine physische Einstellung an, die nicht mit diesem Anspruch harmoniert: Ich fühle mich vollkommen wohl. Wenn du spazierengehst, gehe mit flottem Schritt, mit herausgestreckter Brust und aufgerichtetem Kopf. Achte darauf, daß deine physischen Handlungen und Einstellungen jederzeit die einer gesunden Person sind.

Wenn du merkst, daß du in die Einstellung von Schwäche oder Krankheit zurückgefallen bist, ändere sie sofort: Richte dich auf, denke an Gesundheit und Kraft. Weigere dich, dich anders als eine vollkommen gesunde Person zu betrachten. Eine große Hilfe, vielleicht die größte Hilfe bei der Anwendung deines Vertrauens, wirst du in der Praktizierung der Dankbarkeit finden. Dazu aber kommende Woche mehr 🙂
* Die Texte stammen von Wallace D. Wattles aus dem Jahr 1910
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